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Geschichte des Fechtens

Mit Schwert und Schild

Das Schwert wurde vor allem zum Schlagen und weniger zum Parieren genutzt. Bis zum 13. Jahrhundert wurde vor allem mit relativ kurzen Klingen und Schild gefochten und es wurde mehr Wert auf den Hieb und weniger auf den Stich gelegt. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts wurden die Klingen der Reiterschwerter zunehmend länger - so konnte eine größere Reichweite vom Pferd erzielt werden - und das Klingenende lief nun meist spitz zu.

Die Entwicklung und der Einsatz von Armbrust, Schwarzpulver und Schusswaffen brachten es mit sich, dass immer stärkere Rüstungen konstruiert werden mussten. Um diese nun durchdringen zu können, begann man mit der Herstellung von Schwertern mit langen schweren Klingen und längerem Griff, den Anderthalbhändern, die eine Zuhilfenahme der zweiten Hand ermöglichte und so dem Schlag mehr Wucht verlieh. Neben dem gewaltigen Bidenhänder der mit zwei Händen geführt wurde, entstanden zum Beginn des 14. Jahrhunderts auch noch zivile Waffen, derer sich Adelige, Bürger und Bauern bedienten, z.B. der Dussack, eine Böhmische Bauernwaffe.

Im Verlauf der Zeit begann sich das Heer zu wandeln und man setzte bald vermehrt auf gänzlich ungepanzerte, leicht bewaffnete und bewegliche Söldnertruppen. Verletzungen wurden durch das Weglassen der Panzerung in Kauf genommen. Man bediente sich auch eines kleinen Schildes, das meist in Schulterhöhe gehalten wurde. Diese Stellung bildete den Grundstein für unsere klassische Fechtstellung. Das Schild wurde später durch einen Dolch ersetzt und wich für kurze Zeit einem Mantel.

Fechtschulen

Schon durch die allgemeine Verbreitung des Anderthalbhänders im 14. Jahrhundert und dem damit wegfallenden Schild wird eine höhere Fechtkunst notwendig, die den Schild ersetzen kann. Seit 1350 gibt es in deutschen Städten die sogenannten "gladiatores", Fechtschulen in denen Fechtmeister unterrichten. Als besondere Trainingswaffe wird der Holzdussack benutzt.

1487 gewähret Friedrich III. der Fechtergemeinschaft Brudergemeinschaft von st. Markus am Löwenberge, auch Marxbrüder genannt besondere Schutzrechte. Die Gemeinschaft war nach dem Vorbild der handwerklichen Zünfte organisiert. Er gewährte ihnen das alleinige Recht Meisterprüfungen abzuhalten, die den Absolventen als Fechtmeister und "Meister des langen Schwertes" erlaubten, nach dreijähriger Wanderzeit, tätig zu werden. Um 1570 entstand in Prag eine eigene Gruppe, die in Rivalität zu den Marxbrüdern trat: die Freifechter, auch Veiterfechter oder Federfechter genannt, die ebenfalls eigene Meisterprüfungen abhielt. Die Rivalität zwischen diesen beiden Fechterzünften förderte das Fechten dieser zeit sehr. Gefochten wurde in den Städten mit dem Bidenhänder, dem Fechtmesser, dem Dussack und dem Dolch, sowie mit der halben und der langen Stange und später allmählich auch mit dem Degen.

Degen und Florett

Im 16. Jahrhundert entstand in Italien als zivile Form der Selbstverteidigung das Degenfechten, das zunächst noch von der Deutschen Schule beeinflusst war, sich bald aber zum reinen Stoßfechten entwickelte. Camillo Aggrippa, ein Baumeister, Mathematiker und Fechtmeister, war der erste, der mit seinem Buch "Trattato di scientia d'arme" eine neue Ära einleitete, in der immer mehr auf das Primat des Hiebes verzichtet wurde. Aggrippa begründete ein logisches Auslagensystem, das von der Prim über die Second, Terz und Quart direkt in das heutige Fechten führte. Er entdeckte auch, dass begrenzte Bewegungen und der Ausfall die wirksamsten Mittel zur Führung eines Fechtkampfes seien.

Im militärischen Bereich blieb jedoch das Hieb- und Stoß-Fechten als das effektivere System bis ins 19. Jahrhundert bestehen. In Deutschland versuchte man zunächst noch im zivilen Bereich ebenfalls an der Deutschen Schule festzuhalten, doch musste man bald deren Unterlegenheit gegenüber der Italienischen Schule einsehen, neben der nun auch verstärkt die Spanische und Französische Schule an Bedeutung gewannen, die sich zum Beginn des 16. Jahrhunderts nur geringfügig unterschieden. Die Deutsche Schule wird von vielen Fechtschulen in Form des Bidenhänderfechtens als Übung fortgeführt verliert sich dann jedoch im 17. Jahrhundert. Inzwischen wurde die Italienische Schule von der Französischen verdrängt, die mit dem Fleuret, dem Fechtdegen, einem kürzeren und schnelleren Degen ficht und aus der das moderne Sportfechten hervorgegangen ist.

Säbel

Mit den Eroberungskriegen des osmanischen Reiches kam auch unser Kulturkreis dem Krummschwert, dem Seymitar in Berührung. Der schwere Säbel verdrängte bald den leichteren Degen als Heereswaffe, während dieser die Waffe der Offiziere und des Adels blieb. Das ganze 19. Jahrhundert wurde in Deutschland eifrig mit dem schweren Säbel gefochten, während das Säbel- und Schlägerfechten in Italien und Frankreich unbedeutend blieb. Einen Stich zu führen war streng verboten und galt als unehrenhaft, so fristete das Stichfechten zu dieser Zeit ein kümmerliches Dasein in Deutschland und Österreich, während das Hiebfechten stark begünstigt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Mailand die "scuola magistrale" gegründet. An dieser Fechtschule sollte das für das Militär wichtige Hiebfechten vereinheitlicht werden. Guiseppe Radaelli erkannte hier, dass ein wirksames Fechten auf den Stich nicht verzichten kann, er sah den schweren Säbel als unbrauchbar an und veränderte den Säbel derart, dass daraus im Wesentlichen der heutige Sportsäbel entstand.

FechtbĂĽcher

Das älteste erhaltene Fecht-Manuskript von einem anonymen Autor stammt von ca. 1295 und befasst sich vor allem mit dem Umgang von Schwert und Faustschild. Das älteste Werk von dem der Autor bekannt ist, stammt aus dem Jahre 1389, von Johann Liechtenauer. Im 15. Jahrhundert entstand eine ganze Reihe von Fechtbüchern, die vor allem die Deutsche Schule beschreiben. Die Deutsche Schule arbeitet sowohl mit dem Hieb, einer Kombination aus Hau und Schnitt, als auch mit dem Stoß oder Stich. Es gibt acht primäre Hieb- und Stich-Zonen und entsprechende Paraden. Prägende Fechtmeister, die uns durch ihre Fechtbücher bekannt sind, waren Andre Pauernfeindt, Jakob Sutor u.a. 1568 erschien das Fechtbuch Camillo Agrippas "Trattato di Scienza d'Arme", der als Begründer des Stoßfechtens gilt. 1570 schrieb Jochim Meyer sein Fechtbuch "Gründtliche Beschreibung der [...] Kunst des Fechtens [...]", dass schon stark von der Italienischen Schule beeinflusst war.

Ă–sterreich

Berühmte Meister wie Barbasetti, Santelli, Tagliabo u.a. verbreiteten die italienische Fechtweise in ganz Europa, sowohl mit dem Säbel als auch mit dem Florett. Mit dem Wirken Barbasettis in Wien und der Gründung der Akademie der Fechtkunst war in Österreich der Übergang zum modernen italienischen Florett- und Säbelfechten getan. Mit der Gründung der Fédération internationale d'escrime (F.I.E.) am 29. November 1913 begann die bis heute anhaltende Ära des modernen Fechtsportes.

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